Twoo: wie Stepout, nur besser


twoo

Die Startseite von Twoo mit dem Foto-Spiel

Twoo bietet neben dem klassischen „Mag ich“-„Mag ich nicht“-Foto-Spiel wie wir es von Stepout ja bereits kennen noch einige weitere interessante Features.

So kann man bei Twoo unter anderem ein ziemlich detaillertes Benutzer-Profil erstellen, welches einen weiteren Eindruck vom Gegenüber vermittelt.

Laut Seitenbetreiber hat Twoo „monatlich 11,9 Millionen aktiver Nutzer“. Weltweit! Wie viele davon im eigenen Land angemeldet sind, bleibt offen (und wäre ja bei der Partnersuche doch noch irgendwie relevant, oder?).

Zu dem scheint es eine unklare Verbindung zu Stepout zu geben: Offenbar sind die beiden Dienste irgendwie miteinander verknüpft und so kommt es schon mal vor, dass man als Stepout-User plötzlich mit einem Twoo-Nutzer chattet. Da dies nirgends ersichtlich ist, kann es mitunter zu verwirrenden Situationen führen.

Falls Du also auf Stepout unterwegs bist und Dich jemand auf Deine Haustiere anspricht, von denen Du aber zuvor kein Wort erwähnt hast, solltest Du evtl. mal prüfen, ob Du ein Profil bei Twoo angelegt hast.

So oder so bleibt eigentlich nur eine Frage offen: Nämlich warum zur Hölle man eigentlich Stepout braucht? Lieber direkt bei Twoo anmelden, denn Twoo bietet alles, was Stepout auch kann. Inklusive App fürs Smartphone, Tablet oder PC.

Das Benutzer-Profil bei Twoo ist schnell und unkompliziert ausgefüllt und bietet eine Fülle von Informationen:

Twoo Benutzer Profil

Das Benutzer-Profil bei Twoo liefert eine Fülle von Informationen – immer vorausgesetzt, der User füllt sein Profil auch aus!

Weitere erwähnenswerte Features sind die Möglichkeit sein Bild verifizieren zu lassen. Die Echtheitsprüfung ist denkbar einfach: ein Foto von sich selber machen, auf dem man das „Twoo-Zeichen“ (Victory-Finger-Zeichen) zeigt und hochladen.

Wie zuverlässig diese Methode ist, wenn es darum geht die Echtheit eines Profils zu prüfen, sei mal dahingestellt.

Ausserdem kann man sein Twoo Profil mit Facebook oder Google+ verknüpfen. Was genau dies bringt, bleibt jedoch unklar.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass Twoo die Verknüpfung nutzt, um all Deine Facebook-Freunde einzuladen. Dies wiederum erklärt vielleicht auch, warum so viele Nutzer bei Twoo eher zufällig dorthin geraten und anstatt einer seriösen Beziehung wohl doch eher nur eine Bestätigung fürs eigene Ego oder einen Seitensprung suchen.

Benutzer gibt es also jede Menge bei Twoo, aber welche der Kandidaten für eine langfristige Beziehung zur Verfügung stehen, muss jeweils im direkten Kontakt (Chat) nachgefragt werden.

Übrigens gilt hier das gleiche System wie bei Stepout: Anschreiben kann man sich ausschliesslich dann, wenn man sich gegenseitig mit „Ja“ markiert.

Ausgenommen…

Die Sache mit den Credits

An und für sich kann man Twoo kostenlos nutzen. Allerdings hat man die Möglichkeit Premium Benutzer zu werden und sich mit kaufbaren Credits das eine oder andere „Extra“ zu kaufen.

Eine Premium Mitgliedschaft bei Twoo kostet zwar nicht alle Welt, aber der Mehrwert ist ebenfalls sehr bescheiden!

Eine Premium Mitgliedschaft bei Twoo kostet zwar nicht alle Welt, aber der Mehrwert ist ebenfalls sehr bescheiden!

So können Premium-User jeden anderen Benutzer anschreiben, auch ohne das vorher ein „Treffer“ zustande gekommen ist.

Premium-Benutzer sehen ausserdem wer ihr Profil besucht hat und welche anderen Nutzer sie zu ihren Favoriten zugefügt haben.

Ebenso kann man sich Anonymität kaufen, indem der eigene Besuch auf anderen Profilen nicht mehr ersichtlich ist.

Kurzum: Bei Twoo kauft man sich entweder das Recht, mehr Informationen einzusehen oder mehr Informationen über das eigene Nutzungsverhalten zu verbergen.

Credits kosten zwischen 1.50-2.00 CHF. Wie "toll" die Produkte sind, die man damit kaufen kann, sei mal dahingestellt.

Credits kosten zwischen 1.50-2.00 CHF. Wie „toll“ die Produkte sind, die man damit kaufen kann, sei mal dahingestellt.

Für Credits kann man sich selbst bzw. das eigene Foto ins „Spotlight“ stellen, „First in Search“ (erster in der Trefferliste der Suchergebnisse) werden oder die Häufigkeit beeinflussen, mit der das eigene Foto beim .

Der Mehrwert dieser Funktionen finde ich für den Preis welcher Twoo dafür veranschlagt, allerdings eher uninteressant.

Ein Bild sagt mehr als…

tausend Worte. Sagt man.

Ich habe allerdings andere Erfahrungen gemacht: Auch bei Twoo erhöht sich der Fun-Faktor und die Chancen den richtigen zu finden, wenn man bei der Auswahl der Kandidaten nicht zu kleinlich ist. Im Zweifelsfall lieber mal das Gutzeichen anklicken! Liebe Frauen, Ihr tut Euch selber keinen Gefallen, wenn Ihr Euch allzu sehr durch die Optik beeinflussen lasst!

Denn erstens muss hier ein für allemal klargestellt werden, dass Männer oft einen ganz furchtbar schrecklichen Geschmack haben, bei der Auswahl der Fotos, welche sie ins Internet stellen. Zweitens hätte ich meine Nummer 4 nie kennengelernt, wenn es vor vier Jahren bei Twoo neben dem „Ablehnen“- und dem „Gutheissen“ nicht auch noch die „Vielleicht“-Option gegeben hätte. Leider hat Twoo das „Vielleicht“ mittlerweile abgeschafft, was ich sehr schade finde!

Meine Nummer 4 war so ein „Vielleicht“. Auf dem Foto sah er ganz nett aus, aber irgendwie nicht so ganz mein Typ. Da man sich auch mit einem „Ja“+“Vielleicht“-Treffer Nachrichten schicken kann, hatte ich schon sehr bald den ersten Einzeiler von Nummer 4 im Posteingang bei Twoo.

Eine von dutzenden von Nachrichten, die ich einfach mal ignoriert habe.

Womit wir bei einem alten Problem der Online Partnersuche wären: Frauen werden oft regelrecht zugeschüttet mit Nachrichten. Zwar betrifft dies häufig einzelne Tage (zum Beispiel nachdem das eigene Foto im Spotlight erschienen ist) und ebbt dann relativ schnell wieder ab. Aber während solchen „Hochbetriebs“-Phasen ist es schlicht nicht möglich sich mit allen zu unterhalten.

Ich tue ich dem Moment wohl das, was alle tun: Ich picke mir zwei drei der spannendsten Kontakte raus und unterhalte mich mit denen, während beim ganzen Rest die Grillen zirpen in der Leitung.

Nun war Nummer 4 nicht gerade ein Musterbeispiel für Eloquenz und gehörte daher über Wochen zum „ganzen Rest“. Was mich am Ende doch noch auf ihn aufmerksam gemacht hat, war die Hartnäckigkeit mit der er mich immer wieder angeschrieben hat und die Tatsache, dass er tatsächlich Google bemüht hat und anhand meiner Daten im Twoo Profil weitere Informationen im Netz über mich gefunden hat.

Das hat Interesse an mir als Person signalisiert und hat mich natürlich schwer beeindruckt („Juhui, ich bin wichtig!“).

Meine Tipps an die Männer

Aaaargh!

Aaaargh!

Dranbleiben wenn Euch eine Dame gefällt! Es gibt zwar sehr wohl einen Unterschied zwischen „aufdringlich sein“ und „Interesse signalisieren“, aber nichts spricht dagegen nach ein paar Tagen nochmal freundlich nachzufragen ob die betreffende Benutzerin jetzt mehr Zeit hat für einen Chat.

Lest doch bitte auch das Profil anstatt nur das Foto anzuschauen und zeigt deutlich, dass ihr es gelesen habt! Eure Gesprächspartnerin weiss es sicher zu schätzen, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Ausserdem findet man im Profil oft etwas, worauf man gleich bei der ersten Nachricht eingehen kann: Ein „Hey, ich hab gesehen Du magst den Film XY. Kennst Du auch XY?“, kommt sicher besser an als das übliche „Hallo! Wie geht’s?“.

Wenn der erste Kontakt steht und ein paar Nachrichten ausgetauscht wurden, darf man ruhig auch fragen, ob es andere Möglichkeiten (Mail, WhatsApp, Messenger) gibt in Kontakt zu bleiben. Aber fragt bitte nicht einfach plump nach der Telefonnummer und auch nicht nach Video-Chat (Skype). Da entsteht sonst ziemlich schnell der Eindruck, dass man zu Telefon- oder gar Video-Sex überredet werden soll. Damit landet der Benutzer zumindest bei mir postwendend in der „Ignorieren“-Schublade!

Und ja, auch Männer dürfen nach einem realen Treffen fragen. Aber werdet dabei doch bitte konkret! Wie wäre es mit: „Ich gehe am Freitag in Zürich ins Kino den Film XY anschauen. Hättest Du nicht Lust, mitzukommen?“. Oder: „Darf ich Dich auf einen Kaffee einladen? Ich kenne da ein tolles Lokal in Deiner Stadt. Wie wär’s mal während der Woche, am frühen Abend vielleicht?“
Man glaubt es kaum, aber mir passiert es immer wieder, dass ich einem Treffen prinzipiell nicht abgeneigt wäre, sich aber die Herren bei der Planung dieses Zusammentreffens dermassen kompliziert und unkonkret halten, dass mir die Lust vergeht!

Last but not least: Manchmal ist es auch ganz okay, mit ziemlich vielen Worten zu sagen, dass man grad etwas sprachlos ist:

Ohne Worte bei Twoo - ich hab's gebloggt :)

Ohne Worte bei Twoo

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6 Gedanken zu “Twoo: wie Stepout, nur besser

  1. Beatrice Dupont schreibt:

    Ich habe mit Twoo keine guten Erfahrungen gemacht.
    Die meisten Nachrichten die ich bekommen habe, waren einfach nur niveaulos.
    Ausserdem hatte ich – als nicht so versierte Internetbenutzerin – wirklich Mühe teils mich zurecht zu finden.
    Kommt Parship auch noch?

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