Therapiert mit Pfadfinder-Ehrenwort


Seit gestern ist es abgemacht. Nächsten Donnerstag trete ich aus der Klinik aus und kehre in mein Leben zurück.

Ich habe eindeutig genug vom „krankenkassen-finanzierten christlichen Ferienlager“ und betrachte mich ausserdem als geheilt und vollständig von jeglichem Wahnsinn genesen.

Woran ich das erkenne?

Nun, angefangen hat es wohl mit dem Tag, an dem ich auf Nummer 5 wütender war als auf mich. Und ich war richtig „Ich ersteche Nummer 5 mit einer Gabel“-wütend.

Und mittlerweile bin ich nicht nur auf Nummer 5 stinksauer, sondern auch gleich noch auf Nummer 4.

Liebe Nummer 4 und 5,
ihr Blender, Säufer, Angeber, Narzissten, Schauspieler und Showmaster, Egoisten, Eisberge, „Abziehbildli“. Ihr seid selbst euer grösster Feind und ihr könnt noch hundert weitere Frauen fertig machen, trotzdem wird euch keine jemals genug lieben um euch zu beweisen, dass ihr auch in echt liebenswert seid.
Ihr seid bemitleidenswert und irgendwie peinlich. Lasst euch doch einfach mal wegen der richtigen Störung therapieren oder habt zumindest den Anstand euch tot zu saufen bevor noch mehr Menschen zu schaden kommen.

Ja, das waren harte Worte. Ich bin vermutlich immer noch etwas angepisst.

Das führt mich direkt zurück auf den Weg der Heilung mit dem Schritt, mit dem ich festgestellt habe, dass ich eigentlich gar nicht wirklich gleich wieder eine Beziehung möchte. Vermutlich war der Schritt einer von vielen die ich den letzten Wochen mit meinem lieben Freund Franz gemacht habe.

Wir drehen unsere Runden um das Klinik-Gelände seit einiger Zeit gern gemeinsam und ich habe mit Franz ganz sicher mehr geredet als mit allen Therapeuten und Ärzten zusammen.

Ich mag Franz und er mag mich auch. Ein bisschen kompliziert ist, dass Franz sich einbildet, sich in mich verliebt zu haben. Ich bin dabei die Störung zu therapieren! Weil es sich nämlich für mich verdammt gut anfühlt, einfach einen guten Freund zu haben. Freunde sind das, was ich den nächsten Monaten brauche.

Ich kündige hiermit übrigens auch hochoffiziell an, das Thema des Blogs mal wieder zu ändern. Anstatt Partner suchen wir per sofort Freunde im Cyberspace. Wahrscheinlicher finden wir eher ein Einhorn, aber man kann’s ja mal probieren.

Klinge ich ein wenig unorgansiert heute? Womit wir beim nächsten Schritt der Heilung wären.

Das kommt vom Kiffen. Normalerweise halte ich mich an die Regel, betrunken oder bekifft keine Blog-Beiträge zu schreiben, aber ich bin grad schwer der Meinung, dieser hier muss sein.

Kiffen und Saufen ist wirklich Schwachsinn. Ich treffe seit Wochen liebe Frauen und Kerle, die in der Klinik versuchen von ihren Süchten loszukommen und die haben’s verdammt schwer. Ich bin mit meiner krisenbedingten Gelegenheits-Sauferei und gelengtlichem ungezügelten Cannabis-Konsums noch lange nicht so weit wie die und habe trotzdem beschlossen: Ich lass es jetzt einfach.

Kein Alkohol, kein Gras und keine anderen nicht ärztlich verordneten Drogen.

Und ich halte genau so lang durch wie du Franz. Reiss dich also gefälligst zusammen! Das war eine Herausforderung. Ein Wettbewerb sozusagen.

Den wir nochmal überdenken müssen. Immerhin muss ich ab nächsten Donnerstag garantiert keine Urin-Proben mehr abgeben. Somit wäre mein Konsum – der nicht stattfinden wird – nicht nachweisbar. Eine juristische Zwickmühle. Und ich bin gerade zu bekifft um sie souverän zu lösen.

Hm… das Problem mit der Urin-Probe liesse sich ja eigentlich über meine Hausärztin lösen.

So machen wir das.

Eidesstaatlich anerkannter Blogger-Ehrenschwur!

Und jetzt herrgott nochmal, falls wirklich irgendjemand den Schwachsinn bis hier her gelesen hat, dann liked den Beitrag doch mal oder schreibt mir einen Smilie in die Comments. Ich seh doch an den Statistiken, dass ihr da seid oder kommt ihr etwa nur zum Bilder gucken??!

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2 Gedanken zu “Therapiert mit Pfadfinder-Ehrenwort

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