Casual Dating mit PuberTier und laue Sommernächte


Es ist vier Uhr morgens und die erste wirklich schöne Sommernacht hier.
Ich bin müde, wahrscheinlich betrunken und habe das ärztlich verordnete Sortiment an schlaffördernden Psychopharmaka intus. Und das erste Mal seit Wochen finde ich trotzdem keinen Schlaf.
Also sitze ich nackt wie ich geschaffen wurde auf meinem Balkon und blogge.
Schreibe über – nun, laue Sommernächte, Casual Dating und mein Pubertier.
Von vorne.
Casual Dating: bezieht sich – laut Wikipedia – auf verschiedene Arten von sexuellen Aktivitäten ausserhalb des Bereiches romantischer Beziehungen.
Wie bei secret.ch – einer Plattform von FriendScout24 GmbH – wo ich seit mehreren Monaten aktiv bin.
Und wer sich jetzt vorstellt, dass ich ebenso lange jede Woche zwei neue Männer treffe um unverbindlichen Sex zu haben, liegt leider vollkommen falsch.
Meine Casual Dating Statistik beläuft sich auf ein jämmerliches Date in einem halben Jahr.
Nicht dass der Sex jämmerlich gewesen wäre. Nein, der war ganz okay. Aber eben nur okay und somit eine jener Belanglosigkeiten die einer Erwähnung nicht wert sind.
Genau so wenig fehlt es an entsprechenden Anfragen. Davon wird man offenbar als Weibchen auf entsprechenden Plattformen nahezu erschlagen.
Vielleicht ist ja gerade das das Problem am Causal Dating für Frauen: Die Qual der Wahl.
Denn an Anfragen mangelt es nun wirklich nicht.
Leider ist – wie üblich – der Schritt vom Fotogalerie freischalten (Ja, Dich find ich lecker) zu einer ersten Verabredung gar nicht so einfach. Meine Erfahrung? Die Männer überlassen hier wohl gerne der Dame den ersten Schritt. Und wer kann es ihnen verübeln?
Zwar fehlt es mir, bedauerlicherweise an Rückmeldungen des anderen Geschlechts, dies betreffend. Aber ich wage doch die Vermutung, dass es für Mannen eben auch beim Casual Dating nicht ganz so einfach ist.
Sind sie zu forsch, werden sie als „sexgeile Böcke“ abgestempelt. Zögern sie zu lange, geht es den Damen wie mir: Sie langweilen sich und vergessen den Kontakt schneller, als ihre jährliche Steuererklärung.
Und falls man die Hürde schafft und tatsächlich ein erstes Treffen von „Angesicht zu Angesicht“ hinbekommt, wie geht es dann weiter?
Ich verabrede mich nicht mehr zu belanglosem Sex.
Das habe ich, als ich noch jung und dumm war.
Und ich habe gelernt, dass dieser Sex mit allergrösster Wahrscheinlichkeit eben genau das wird: Belanglos. Wegwerf-Sex. Ohne Fliegen und Fallen. Sex eben. Ein bisschen neue Haut. Ein Bisschen, „Fass mal hier an.“. Ein Bisschen „Beweg mal das.“.
Nichtig.
Ein Haschen nach Wind.
Okay, aber nichts im Vergleich zu dem, was ich mir wirklich wünsche,
Also wozu das Ganze?
Ich weiss es nicht.
Oder vielleicht doch? Vielleicht casual dated man – oder ich – einfach wegen dieser Hoffnung auf mehr. Dieser Hoffnung auf Atemlosigkeit. Dieser Hoffnung auf den, der einem tiefer berührt als bis an die eigene Haut.
Egal.
Ich werde es versuchen. Ich werde es tun. Ich werde mich mit meinen Casual Dates Kontakten verabreden und werde sehen, was sich daraus ergibt.
Ich versuche mich gerade mit der Strategie, die ich auch auf „normalen“ Dating Plattformen anwende: Ich ermögliche jedem halbwegs interessanten Kontakt die Möglichkeit auf ein persönliches Treffen. Denn ich glaube nach wie vor, dass schlussendlich eben doch nur ein Treffen von Angesicht zu Angesicht entscheidend ist.
Also schlagt zu, liebe Mannen. Ihr die den Link bekommen habt, zu meiner Doodle Terminvereinbarung.
Und ich hoffe und befürchte gleichzeitig, dass einer von Euch „That Man“ sein könnte.

Jetzt habe ich noch gar kein Wort zu meinem PuberTier erwähnt.
Es ist mittlerweile fast fünf Uhr morgens, der Mond steht hell und klar am Himmel während ich – immer noch nackt – auf dem Balkon sitze und blogge.
Ich vermute, es ist legitim, wenn ich Euch vertröste und ein andermal erzähle, wie und warum mein „PuberTier“ in Zusammenhang steht mit Casual Dating.
Ein andermal. Ein andermal.
Für diese Sommernacht: Over and out.

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7 Gedanken zu “Casual Dating mit PuberTier und laue Sommernächte

  1. One of your followers schreibt:

    Denke, es gibt da schon mehrere Sorten Männer….
    Es ist für einen Mann aber tatsächlich einfacher, zu warten, bis er von der richtigen Frau gefunden wurde, als selber aktiv zu suchen und dann als Sexhengst abgestempelt zu werden.
    Vor allem möchte icht dir aber danken, für deine reflektierten Beiträge und finde es schön, mitzuverfolgen, wie du an Selbstsicherheit gewinnst, seit wir uns kennen gelernt haben.
    Mach witer so, ig bi stolz uf di und irgendeinisch gö mir zäme ga nes Ross stähle;-)

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  2. Mat schreibt:

    hier die andere Seite bei Secret:
    männlicherseits ist es schwer zu verstehen, dass man(n) nicht einmal einen begründeten Korb erhält – einfach atmosphärisches Rauschen, oder eine C&P-Antwort.
    Schliesslich hat man sich ja für Deine oben erwähnte sexuell belanglose Aktivität dort angemeldet. Vielfach investiert man(n) 29 Credits ins seine erotisch-romantischen (schreib-)Ergüssen und erntet das erwähnte Rauschen.
    Ich bin mittlerweile vom Quantitäts- zum Qualitäts-Sex umgesattelt. Leider herhält man nicht mal die Gelegenheit bei einem ungezwungenen Kennenlerndate abzuchecken ob da Potential vorhanden ist oder nicht.
    Ich beschränke mich nun schon bei den ersten Sätzen dieses kennenlernen vorzuschlagen – der durchschlagende Erfolg bleibt aber weiter aus.

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