Der Freitag-Mann


Pure Sinnlichkeit und Leidenschaft. Es war einfach nur fantastisch. Was für ein Mann. Mein Freitag-Mann.

Er hat zwei Stunden vorher abgesagt und seither sitze ich zu Hause und esse systematisch die Vorratsschränke leer.

Keine Ahnung ob ich irgendso was wie ein System habe, bei der Suche. Aber wenn ich eins habe, dann ist es ziemlich mies.

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Der Donnerstag-Mann


Ein weiteres erstes letztes Date abgehakt.
Der Boss-Typ war ich echt kein bisschen mehr bossy. Dafür ein wackerer Verfechter kapitalistischer Grundwerte.
Ich geb’s zu, ich bin ziemlich schnell ziemlich zickig geworden. Ich habe postwendend die rote Fahne gehisst und den Kommuninismus mindestens so hoch gefeiert wie den Sozialismus.
Die Schlacht war hart, die Fronten verhärtet. Kein Kollateralschaden.
Den Typ will ich nicht ficken, lieber schlagen.

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Drei Männer, drei Dates


Im letzten Jahr gab’s nicht viel neues hier. Ich war damit beschäftigt, mein Leben wieder einigermassen auf die Reihe zu kriegen. Die bekannte „Phöenix aus der Asche“-Vorstellung. Applaus, applaus!
Männer hatten (haben?) da grad keinen Platz.

 

Ich habe mich mit einem halben Dutzend zu einer Tasse Kaffee verabredet und exakt die gleiche Anzahl nach dem ersten Treffen nie wieder gesehen. Leid getan hat mir das gerade mal bei einem und selbst da nur ein bisschen.
Vielleicht sollte ich mir meine Blind Dates besser nicht auf Casual Dating Plattformen beschaffen. Aber anders als bei den klassischen Partnersuch-Portalen läuft da zumindest was.

 

Nur eben vielleicht und unter Umständen läuft da auch genau das Falsche.
Aber ich kann’s halt auch nicht lassen. In den nächsten Tagen stehen drei weitere „Erste Treffen“ an.
An jedem davon ist irgendetwas schon von Anfang an falsch.

 

Der Donnerstag-Mann. Profil-Foto im Anzug im Zigarren-Rauch. Chauvinistisch. Erfolgreich – so wirkt es. Abstossend und zugleich irgendwie sexy.
Der Donnerstag-Mann mit eigenem, kleinen, innovativem und natürlich erfolgreichen Unternehmen.
Ein Boss Typ.
Mein Typ?
Die Wortgefechte sind gut, zweifelsohne. Ich vermute, es wird auch besser sein es bei den guten Wortgefechten zu belassen. Wir werden sehen.

 

Der Freitag-Mann ist ein Problem. Er ist eine Persönlichkeit genau nach meinem Geschmack. Humor. Klasse Bildung. Wortgewaltig. Erstaunlich hohe emotionale Intelligenz. Mit einer Stimme die einem kleine Wonneschauer über den Nacken schickt.
Und das Problem? Er ist alt. Alt und wäre vielleicht gutausehend wenn ich zehn Jahre älter wäre. Aber so ist er einfach nur bärtig, faltig, alt.
Es hat gewaltig geknistert in der Leitung, bei mir und meinem Guernsey-Mann. Er hat also allen Grund zur Annahme, dass es zu mehr kommen wird, als zu der üblichen Tasse Kaffee.
Ich bin mir unsicher, was bei mir überwiegen wird: Die Seite von der ich mich sehr angezogen fühle oder die, die mich abstösst.
Ich hatte am Anfang sogar die glorreiche Idee, ihn mit verbundenen Augen zu treffen.
Ja, das Freitag-Date dürfte interessant werden.

 

Der Sonntags-Mann ist Brite und sieht aus wie Prinz Charles jüngerer Bruder. Obendrauf macht er irgendwas todlangweiiges mit Finanzen und liest keine Bücher.
Warum ich mich trotzdem mit ihm treffe? Weil ich einen englischsprachigen Moderator brauche für die Sprachbar die ich gerade organisiere.

 

Verrückt, dass man sich heutzutage schon die freiwilligen Helfer auf einer Casual Dating Plattform besorgt.
Vielleicht sollte ich das ausbauen? Wäre ein Mann doof genug mir die Wohnung neu zu streichen wenn er davon ausgeht, dass er mit Sex bezahlt wird?

Casual Dating und warum Gelegenheit noch lange kein Date macht


Nachdem meine Mailbox nach Erwähnung der Tatsache, dass ich auf einer Casual Dating Plattform aktiv bin, mal wieder überläuft, gehe ich davon aus, dass das Thema irgendwie interessant zu sein scheint.

Nun, es geht um Sex und sex sells. Oder so. Aber eigentlich will ich ja gar niemandem irgendetwas verkaufen.

Ich möchte nur mein Single-Dasein geniessen und all die Dinge erleben die Frauen, welche gegen die Vierzig gehen und es nicht hinbekommen haben, ihre Gene weiterzugeben, ebenso tun. Weiterlesen

Speed Dating gegen Slow Blogging


Ich fasse kurz zusammen: Egal wohin ich gehe, der Wahnsinn ist immer schon da, wenn ich ankomme.

Meine Lieblings-Eselei der letzten Wochen dreht sich primär um skurille Wohn-Experimente. Wahrscheinlich habe ich einfach den ganz besonderen Charme des Lebens in der Klapsmühle vermisst und habe beschlossen, das WG Erlebnis mit Ex-Insassen zu wagen.

Wir besetzen die Zimmer nach ICD-10 und sind stolze Sammler von Diagnosen aus der Kategorie F. Uns fehlt noch eine „Organische, einschliesslich symptomatische psychische Störung„, wer dement ist, darf sich also gerne bewerben! Weiterlesen